Willkommen

bei der Heilbronner Fachberatungsstelle bei sexuellem Missbrauch
und sexualisierter Gewalt des Vereins
Pfiffigunde e.V. Heilbronn
pfiffigunde

Prävention

Prävention ist kein einmaliges Programm, sondern bedeutet das Vermitteln von sozialen Fähigkeiten. Deshalb muss Prävention langfristig angelegt sein.

Lernen geschieht in der Auseinandersetzung zwischen Erwachsenen und Kindern. Darum fängt Prävention mit der persönlichen Auseinandersetzung und Umsetzung bei Erwachsenen an und reflektiert auch Machtstrukturen zwischen Erwachsenen und Kindern, Frauen und Männern.

Ziel von Prävention ist:

- die Stärkung der Gesamtpersönlichkeit von Mädchen und Jungen

- die Früherkennung bzw. angemessene Betreuung

- und Vermeidung weiterer Schädigungen bei betroffenen Kindern

Themen

Stark, sicher, selbstbewusst.


Recht auf körperliche Selbstbestimmung:
Jeder Mensch hat das Recht über seinen/ihren Körper selbst zu bestimmen.
Ich allein entscheide, wer mich wie und wann berühren darf.


Ich sage nein: Mädchen und Jungen haben das Recht, nein zu sagen, wenn Ihnen was nicht gefällt, nein in Situationen, in denen sie sich unwohl fühlen.


Mädchen/Jungs haben nie Schuld an sexuellem Missbrauch:
Manchmal nützt auch ein nein nicht, weil der andere größer und stärker ist, mich übergeht oder mir Angst macht. Mädchen oder Jungen dürfen niemals das Gefühl bekommen, dass es ihre Schuld sei, wenn sie sich nicht wehren konnten. Es ist eine Verantwortung der Erwachsenen, das nein zu respektieren, auch ein leises oder sogar stummes nein.


Es gibt gute und schlechte Geheimnisse: Wenn ich gute und schlechte Geheimnisse unterscheiden kann, kann ich mir bei beängstigenden Geheimnissen Hilfe holen. Das ist nicht "Petzen".


Die eigenen Gefühle sind wichtig und richtig:
Es gibt Mädchen/Jungen Sicherheit, wenn Sie Ihre Gefühle einschätzen und äußern können. Unangenehme und komische Gefühle, sagen uns, dass etwas nicht in Ordnung ist.


Ich hole mir Hilfe: Es ist wichtig, Mädchen/Jungen immer wieder zu ermutigen, sich Hilfe zu holen - solange mit verschiedenen Leuten über ihre Lage zu sprechen. Deshalb müssen wir Mädchen/Jungen mit ihren Fragen ernst nehmen.


Klare Information über sexuellen Missbrauch (je nach Alter möglich):
Nur wenn ich eine Gefahr kenne, kann ich versuchen etwas dagegen zu tun.
Fehlinformationen bereiten den Boden für Sexuellen Missbrauch.
Wissen gibt Sicherheit und macht stark.


Erziehung, die Mädchen und Jungen nicht in traditionelle  Geschlechterrollen drängt: Mädchen dürfen stark, eigenwillig und wild sein.
Jungen dürfen sanft und ängstlich sein und weinen.